Schrauben und Werkzeuge

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Der Begriff "Schraube"

Geschichte und Entwicklung

Unter einer Schraube versteht man einen mit Kopf und Außengewinde versehenen Bolzen zur Verbindung von Bauteilen aller Art. Schrauben werden zumeist aus metallischen Werkstoffen hergestellt und haben Abmessungen, die bei einem Uhrwerk sich im Bereich eines halben Milimeters beginnen und bei mannshohen und armdicken Schrauben enden.

In Zeiten der Wiederverwertung von Werkstoffen (Recycling) kommt der schraubbaren Verbindung eine große Bedeutung zu.

Geschichte der Schraube

Die Schraube wurde vor 2250 Jahren von Archimedes erfunden. Das hier eingesetzte Gewinde diente aber nicht der Befestigung, sondern der Wasserförderung.

Erst später setzte man die Schraube zur Verbindung und Befestigung ein. Die Schraube wurde auch "Schraubenvater", die Mutter auch "Schraubenmutter" benannt.

Bis ins Mittelalter wurden die Schrauben noch individuell und von Hand geschmiedet.

Herstellung

Bei der Produktion unterscheidet man das Kaltfließpressverfahren und das Warmpressverfahren. Beim Kaltfließpressverfahren werden große Stückzahlen durch mehrstufiges Pressen gefertigt. Als Ausgangsmaterial dient hier eine Drahtspule. Ein Durchmesser bis M36 ist derzeit möglich.

Im Warmpressverfahren dient eine Stange als Ausgangsmaterial. Schrauben werden hier in kleineren und mittleren Stückzahlen bis zu einem Durchmesser von M200 geschmiedet.

Zum Korrosionsschutz werden die Brünierung (geschwärzte Schrauben), Phosphatierung, Verzinkung und Kadmierung eingesetzt.

Kennzeichnung und Fertigungsklassen

Mit Rm wird die Zugfestigkeit berechnet ( Rm x 100 = N/mm²)

Gemäß der Normung für mechanische und physikalische Eigenschaften (EN ISO 898-1) sind die Festigkeitsklassen 4.6, 5.6, 5.8, 6.8, 8.8, 10.9 und 12.9 gebräuchlich. In der Industrie wird in der Regel die Festigkeitsklasse 8.8 verwendet. In Baumärkten werden zumeist Schrauben der Festigkeitsklasse 4.6 angeboten.

Schraubennormen (Auswahl)

 

 

 

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